Wer Ausflugsziele in Österreich sucht, hat ein Auswahlproblem und kein Angebotsproblem. Fast jede Region hat mehrere Ziele, die einen eigenen Tag rechtfertigen.
Wasser als Ausflugsziel
Diese Höhenlage bedeutet zweierlei: eine kurze Saison von etwa Juni bis Oktober und Wassertemperaturen, die zum Baden kaum einladen.
Das Salzkammergut zwischen Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark hat die höchste Dichte an Seen. Hallstätter See, Wolfgangsee und Attersee sind die bekanntesten davon.
Marktbesuche richtig planen
Bargeld ist auf Märkten weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleinen Ständen selten.
Ein Marktbesuch sagt mehr über den Alltag einer Stadt aus als die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum.
Wege ins Tal und auf den Berg
Das Bahnnetz erschließt die Haupttäler gut. In Seitentälern übernehmen Postbusse, die aber deutlich seltener fahren, teils nur wenige Male am Tag.
Mautstraßen führen zu manchen Ausgangspunkten. Die Gebühren sind nicht unerheblich und werden bei der Planung gern vergessen. Mehr Themen aus Österreich sind unter znaki.fm/at-de gesammelt.
Worauf man achten sollte
Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab.
Drohnen sind in Nationalparks und über Wildschutzgebieten grundsätzlich nicht erlaubt. Auch außerhalb gelten enge rechtliche Grenzen. Sortiert und laufend ergänzt steht das Ganze unter https://znaki.fm/at-de/places/.
| Posten | Einordnung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Wandern selbst | kostenlos | keine Gebühren auf Wegen |
| Bergbahn | größter Einzelposten | Regionalkarten prüfen |
| Klamm oder Schauhöhle | einstelliger Betrag | finanziert Instandhaltung |
| Mautstraße | variabel | wird oft vergessen |
Unterwegs mit Kindern
Bergbahnen ermöglichen Höhenwanderungen ohne langen Aufstieg. Das macht Ziele erreichbar, die sonst außer Reichweite wären.
Almhütten sind für Kinder oft der eigentliche Höhepunkt, wegen der Tiere und weil es dort etwas zu essen gibt.
Kosten und Eintritte
Bergbahnen sind der größte Einzelposten. Eine Berg- und Talfahrt liegt je nach Gebiet im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich pro Person.
Gästekarten der Unterkünfte enthalten in vielen Regionen freie Fahrten und Ermäßigungen. Sie werden oft nicht aktiv angeboten.
Was nur regional bekannt ist
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still.
Wer eine Region mehrfach besucht, findet mit jedem Mal mehr. Das gilt besonders für die Gebiete abseits der großen Skiorte.
Das Wichtigste in Kürze
Die Anreise verdient mehr Aufmerksamkeit als das Ziel. Sie entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
- Wegegebot in Schutzgebieten einhalten
- Abstand zu Weidevieh halten, Tore wieder schließen
- Abfall vollständig mitnehmen, auch organischen
- Drohnen in Nationalparks sind nicht erlaubt
Almen und ihre Saison
Höhenmeter sind aussagekräftiger als Kilometer. Für den Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.
Schutzhütten der alpinen Vereine bieten Übernachtung, meist im Lager. Eine Reservierung ist in der Hauptsaison praktisch immer erforderlich.
Die bekanntesten Klammen
Steinschlag und Felsstürze führen gelegentlich zu längeren Schließungen, teils über mehrere Jahre. Das betrifft auch bekannte Ziele.
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Stadtluft zwischen Wien und Bregenz
Kleinere Städte wie Steyr, Hall in Tirol oder Rust haben historische Ortskerne, die deutlich weniger besucht sind als die großen Namen.
Die interessanteren Viertel liegen meist außerhalb der touristischen Zentren. In Wien betrifft das etwa Ottakring oder die Bezirke entlang des Gürtels.
Klammen sind für Kinder meist beeindruckend, mit Kinderwagen aber nicht befahrbar. Eine Trage ist die praktikable Lösung.
Praktische Ausrüstung
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo.
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Viele Märkte haben angeschlossene Lokale, die zu ungewöhnlichen Zeiten geöffnet sind, teils schon am frühen Morgen.
Die Jahreszeiten und ihre Ziele
Der Frühsommer ist die beste Zeit für Wasserfälle, weil die Schneeschmelze die Wasserführung deutlich erhöht.
Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August.
Burgen, Klöster und Kulturorte
Stift Melk über der Donau ist eines der bekanntesten Barockbauwerke des Landes und liegt am Beginn der Wachau, was sich gut zu einem Tagesausflug verbinden lässt.
In der Nebensaison sind viele dieser Orte geschlossen oder haben stark verkürzte Zeiten. Ein Blick auf die Seite des Betreibers gehört zur Planung.
Die wichtigsten Fragen im Überblick
Welche Ziele eignen sich mit Kindern?
Themenwege mit Stationen, Seen mit flachem Einstieg und Almhütten. Die Wegzeit sollte etwa anderthalb- bis doppelt so lang angesetzt werden.
Kann man in Bergseen baden?
Grundsätzlich ja, die Temperaturen laden aber selten dazu ein. Manche Seen sind zudem aus Schutzgründen für das Baden gesperrt.
Wie plant man Wegzeiten realistisch?
Über die Höhenmeter, nicht über die Kilometer. Im Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.
Öffnungszeiten, Saisonzeiten und Sperren ändern sich. Vor der Anfahrt lohnt ein Blick auf die Seite des jeweiligen Betreibers.